Wildnisweekend 29.+30. Mai 2021

Wildnisweekend 29.+30. Mai 2021

Die Idee dieses «Wildnis-Weekends» sah die Übernachtung unter freiem Himmel, fernab des alltäglichen Komforts vor: Ein solches intensives Naturerlebnisses – explizit angedacht nur für unsere ältesten Jungs – ist bespickt mit Lernfeldern:

  • «Wie organisieren wir uns als Gruppe?» (Entscheidungs- Durchsetzungskompetenz)
  • «Wo sind unsere Stärken und wo Ängste?» (Wahrnehmung, Kommunikation und Unterstützung)
  • «Nicht verzagen – Es gibt immer eine Lösung!» (Lösungsorientiert sein)
  • «Coolnes und Mut auch in ungewohnten Situationen» (Positiv denken)
  • «Die Natur ist kein Feind, sondern mein Freund» (Ich bin Teil der Natur und darin gut aufgehoben).

Auf einem Velo-Postenlauf begegneten die drei Dachs-Jungs insgesamt 20 Fragen zu Flora, Fauna und der Schweiz. Mit den richtigen Antworten konnten wertvolle Punkte gesammelt werden, welche später beim Lagerplatz gegen wichtige Güter und diverse Lebensmittel eingetauscht werden konnten. Nur, was ist denn jetzt das «Nötigste», und welche Entscheidung muss getroffen werden? Ist die Verköstigung und ein richtig voller Bauch wichtiger, oder der Schlafkomfort der langen Nacht höher zu gewichten? Mehl, Salz & Hefe für 9 Punkte um ein Brot im Feuer zu backen? Oder drei bequeme Liegemätteli für 15 Punkte? Reicht es gar für Beides wenn dafür auf Schokolade und den Liter Milch verzichtet wird? Wichtige Funktionen der Sozial- und Selbstkompetenz werden dabei gefordert und erprobt: In der Kleingruppe setzt dies nämlich die Fähigkeit der gegenseitigen Unterstützung voraus, das Improvisieren in der Natur mit wenig Ausrüstung. Aber auch die grundsätzliche Organisation des «Teams» und das gemeinsame fällen von Entscheidungen: Der eine Jugendliche ist beispielsweise sehr lösungsorientiert und hat die Möglichkeit schnell auf nützliche, kreative Ideen zurückzugreifen, welche die Gruppe weiterbringt. Ein Anderer hat schnell Angst im dunklen Wald und formuliert dies gegenüber den anderen. Wie gut das Grüppchen auf solche individuellen Besonderheiten eingeht und sie berücksichtigt ist bemerkenswert und Ausdruck vieler Lernfelder.

Die Sterne leuchteten bereits hell als die Drei ihr selbstgemachtes Brot in der letzten Feuerglut backten. Nach einer Nacht zwischen Wald und Fluss, mit vielen ungewohnten Tiergeräuschen, weckten frühmorgens Sonne und Vögel die Drei durchgeräucherten Waldkobolde.

Toll, wie sich die drei Jungs auf dieses Abenteuer einlassen konnten und in der Folge selbstverständlich geglaubte Errungenschaften, wie beispielsweise eine warme Dusche, wieder wärmstens geschätzt wurden😊

Sandro Schäppi, Gruppenleiter Dachs

Teilen

Pestalozzistiftung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.